Rucksack packen, ein paar unwichtige Dinge vergessen, und ab zum Flughafen. Wegfliegen. Weit weg. Raus aus dem Alltag und rein ins Abenteuer. Das nassgraue Wetter hinter sich lassen, dafür Wärme und viel Sonnenschein spüren und Meeresluft einatmen! Wer wünscht sich das nicht von Zeit zu Zeit?
Das war meine Realität vor ein paar Wochen. Ich entfolh gemeinsam mit einer Freundin dem Weihnachtsrummel und machte mich auf den Weg nach Asien, Thailand.
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| Es geht los :))) |
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verließen wir Wien, machten eine eiskalte Bekanntschaft mit Peking (-6 °C) und kamen schließlich im tropisch heißen Bangkok an (35 °C). Schwer bepackt, weil wieder viel zu viel mitgenommen, und hundemüde gings in unsere Unterkunft. Erstmal schlafen. Anschließend verbrachten wir einen Tag in Bangkok, mit zwei ereignisreichen, skurrilen Taxi-Fahrten (Wasser-Taxi), dem ernüchternden Anblick des Backpacker-Zentrums Khao San Road, eine herutergekommene, nervtötende Straße, und dem Aufstieg des "Golden Mountains", eine grüne Oase mitten in der Stadt. Fazit: ein Tag im lauten, vollen, stickigen Bangkok reicht völlig aus.

Unser erstes Ziel stellte Chiang Mai dar, die "Rose des Nordens". Per Nachtbus, in dem die Nacht zum Tag wurde (3 Filme in Folge), flitzten wir auf dem Highway in Richtung Norden, bis wir um etwa sechs Uhr morgens im verschlafenen Chiang Mai ankamen. Völlig unterkühlt und mit einer aufkeimenden Erkältung standen wir vor verschlossenen Toren. Zu früh für unser Hostel.
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| Good morning Chiang Mai! |
Irgendwann, auf Umwegen, checkten wir dann doch in unsere "Sweet" ein: wir hatten nämlich eine richtige Tür zum Versperren, im Gegensatz zu unseren Nachbarn, die sich mit einem Vorhang begnügen mussten :) ja, sowas gibts durchaus. Und wieder einmal: schlafen und erholen von den Strapazen. Unterschätze keiner die Durchreise!
Ausgeschlafen gingen wir dann auf Entdeckungsreise: Chiang Mai ist eine kleine, feine Stadt. In der "Old Town", dem quatratischen Zentrum der Stadt, kommen alle Kultur-Liebhaber auf ihre Kosten. Pardon, ich wollte Tempel-Liebhaber sagen. Denn der Stadtkern ist voll mit Tempeln! Auf einer Fläche von ca. 5 Quadratkilometern (Old Town) stehen unzählig Tempelanlagen. Un-, un-, unzählige! Kaum einen Tempel besichtigt, stößt man wie zufällig auf den nächsten, denn die stehen beinahe an jeder Straßenecke herum. Wirklich der helle Wahnsinn, wieviele dieser Gebteshäuser dort zu finden sind.

Abgesehen von der Fülle an prunkvollen und goldverzierten Gotteshäusern ist die Unterhaltungsmaschinerie ganz groß in Chiang Mai. Den Touristen wird allerhand Programm geboten: angefangen von den Saturday- und Sunday-Walking-Streets, Straßenmärkte mit regionaler und traditioneller Handwerkskunst (sehenswert!), gibt es dasselbe auch in Dauer-Einrichtung: den Night Market, an dem täglich entlang unzähliger Straßen die Stände geöffnet sind. Brauchbares, Unbrauchbares, Souveniers, Schmuck, Kleidung ... alles findet seinen Platz in diesem Gewühl. Spannend ist auch die Lage des Marktes: mitten in einem der teuersten Viertel der Stadt, in dem nicht nur die Luxus-Hotels und große Banken angesiedelt sind, sondern sich auch westlich bekannte Fast-Food-Ketten aneinanderreihen. Hier ist wohl das meiste zu holen, weil die Dichte an Touristen am höchsten ist. Unser Hostel lag glücklicherweise weit weit weg von diesem Hotspot.
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| T-Shirt-Bemalung zum Zusehen |
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| Spring roll: frittiert und im Nudelblatt |
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| Lampe gefällig? |
Der Grund, warum wir dem Night Market einen Besuch abstatteten, war die Lady-Boy-Show, die dort Abend für Abend stattfindet. Lady-Boys sind ein alltäglicher Anblick in Thailand. Sie gehören zu deren Kultur wie die massenhaften Tempel oder die unbeschreiblich leckeren Currys. In vielen Städten gibt es diese Lady-Boy-Shows, Karaoke- und Kabarett-Shows mit eben den sogenannten Lady-Boys! Männer, welche die Frau in ihrem Inneren rauslassen. Schon Stunden vor Beginn der Aufführung standen ein Dutzend wunderschöner, schlanker, verheißungsvoller Paradiesvögel auf dem Gelände des Night Markets und kündigten in schillernden Roben, wild flirtend und vor Charme sprühend ihre Show an. Voller Neugierde kauften wir uns - schon Stunden vorher - ein Ticket.
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| Eintritt frei |
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| The show must go on! |
Gut, dass wir Frauen sind :) Die Männer wurde in dieser Show schwer umgarnt, angetanzt und angeflirtet. Ein junger Mann durfte sogar auf der Bühne Platz nehmen, das Hemd wurde ihm aufgerissen (wie Superman) und zwei langbeinige Ladys in hautengen Fummeln betanzten den völlig verdatterten, doch selig wirkenden, Kerl. Lied um Lied, bei denen sich Tanzeinlagen mit pompösen Kleidern (orientalisch, indisch usw.) und sehr sexy und anrüchige Darbietungen abwechselten, fanden ihre Vorführung. Was mir etwas fehlte, waren Sketches oder Kabarett-Einlagen, bwz. hatte ich mir einfach das falsche von diesem Abend erwartet. Alles in allem ist eine derartige Show aber in jedem Fall sehenswert! Luxus-Körper werdet ihr en Masse sehen :)
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| What a feeling ...! |
Abgesehen von diesen für Touristen inszenierte Shows und Märkten entdeckten wir auf unseren Spaziergängen auch ein paar kleine Geheimtipps. Beispielsweise ein wunderschönes Terra-Kotta-Kaffeehaus an einer ruhigen, wenig befahrenen Straßenecke, in dessen alten, verwachsenen Garten Terra-Kotta-Figuren standen und kleine Tische zum Verweilen einluden. Bei einer erfrischenden Kokosnuss machten wir es uns hier einige Stunden gemütlich, lasen, quatschten und lachten.
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| Hier kann die Seele baumeln. |
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| Einfach süß! |
Auf eine weitere Kostbarkeit stieß ich bei einer meiner morgendlichen Jogging-Runden durch die Stadt: am Rande der Old Town, in einer dunklen, unbelüfteten Halle (schon alleine deswegen sind dort kaum Touristen zu finden) habe ich einen kleinen Markt entdeckt. Keinen dieser Märkte, mit schön drapierten Waren und unnützen Gegenständen, sondern ein Markt, auf dem sich die Einheimischen mit Obst und Gemüse, Geschirr, Kosmetikartiekl und alltägliche Gebrauchsgegenstände eindecken. Diese Halle hat alles im Angebot. Ich liebe solche Märkte! Staunend lief ich herum, guckte mir die vielen Gemüsesorten an, von denen ich die Hälfte noch nie gesehen habe, probierte einige der Süßspeisen, die mir bezaubernde junge Frauen anboten. Eine natürliche Hektik herrscht auf diesen Märkten, Kinder wuseln herum, Frauen schreien sich undechiffrierbare Codes zu (ihre Sprache), dazwischen Frühstücksbuden, an denen rund herum die Leute ihre Suppe löffeln. Ich könnte dastehen und einfach nur zusehen, stundenlang, so faszinierend finde ich dieses Schauspiel, das sich Alltag nennt.
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| Chilis ... hot! |
Um von der absolut köstlichen Küche Thailands mit ihrer Vielfalt an Suppen, Currys und Gemüsegerichten auch in Österreich zu profitieren, nahmen wir an einer "Cooking Class", einem Kochkurs teil. Zu vier Themenbereichen (Suppe, Nudelgericht, Curry, Dessert) konnten wir aus mehreren Gerichten eines auswählen, das wir dann gemeinsam zubereiteten. Darüber hinaus erlernten wir die einfache Kunst der Herstellung einer Currypaste (der Grundlage von Thai-Currys), die hauptsächlich im Durchhaltevermögen liegt. Denn Chilis, Zwiebel, Ingwer und Gewürze wie Kreuzkümmelsamen und Co. zu einer Paste zu kriegen, braucht schon ein wenig Zeit und Muskelkraft. Ich vollführte während des Mörserns einen wilden Tanz, um mir die Moskitos vom Leibe zu halten, die es an diesem Ort, zu dieser Stunde wahnsinnig auf mich abgesehen hatten. Nach reichlichem Einsprühen mit Moskito-Schutz konnte ich mich anschließend voll und ganz auf meine Lieblingsbeschäftigung, dem Kochen, konzentrieren :)
Etwas verhalten griffen wir nach den Chili-Schoten - unser Lehrer empfahl uns 10 für die Currypaste, die Mutigen verwendeten 7, jene mit sensibleren Geschmacksknospen nahmen sich 2 oder 3. Soviel kann ich sagen: 7 der schafren Schoten treiben einen ganz schön den Schweiß aus den Poren.
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| Vorher ... |
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| ... nachher |
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| Panang-Curry & Massamann-Curry |
Als Dessert wählte ich - das versteht sich von selbst - mein heißgeliebtes Sticky Rice with Mango.
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| Reis mit Kokosmilch und thailändischer Mango |
Wenn wir schon bei den kulinarischen Genüssen sind, dann entführe ich euch in weiterer Folge auf einen kleinen Streifzug durch die erlesenen Köstlichkeiten in Chiang Mai.
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| Frühstücksmüsli im Thailand Wow! Hostel |
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| Spezialitäten: Chai-Latte und ein gewöhnlich außergewöhnlicher Cappuchino |
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| Matcha-Latte |
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| Papaya-Shake |
Mir fällt gerade auf, dass ich fast nur Getränke fotografiert habe. Keine Sorge, wir haben nicht nur Flüsignahrung zu uns genommen, ganz im Gegenteil, wir haben uns wie Gott in Frankreich gefühlt. Und geschlemmt bis zum Abwinken :)
Hier noch ein paar Eindrücke aus Chiang Mai:
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| Räucherstäbchen - ein spirituelles Zeichen |
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| Zum Gong-Erzeugen |
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| Papayaaaas!!! |
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| Post für dich! |
Nach etwa einer Woche, als unser Orientierungssinn immer zuverlässiger wurde, hieß es dann: Rucksack schultern und weiterziehen. Dieser beschaulichen Stadt mit ihren roten Taxis, den vier "Gates", den bewaldeten Hügeln "Adieu" sagen. Doch jeder Abschied ist ein Neubeginn. Unsere zweite Etappe war Koh Tao, eine kleine Insel im Südosten Thailands. Wir setzten uns also in den Flieger nach Bangkok und von dort gings - erneut - per Nachtbus nach Chumpon. Mitten in der Nacht, ich glaube, es war etwa 4 Uhr, erreichten wir diesen Hafenort. Bis zur ersten Fähre hatten wir ein paar Stunden totzuschlagen, in denen ich versuchte, auf ein paar Plastikstühlen etwas Schlaf zu finden. Die Stühle waren hart, die Moskitos blutrünstig, doch ich war so müde, dass ich tatsächlich ein paar Mal eingenickte. Nur das Summen und Jucken störte ein bißchen.
Um halb 8, einer halben Ewigkeit, bestiegen wir unser Fähre. Endlich ging es weiter. Nichts ist so schlimm, als warten und warten und warten. Und dabei vor Müdigkeit die Augen kaum mehr offen halten zu können.
An Deck machten wir es uns gemütlich, den Rucksack als Kissen verwendend, uns von der Sonne in einen leichten Schlaf begleiten lassend. Ab und an spritzte uns Meerwasser ins Gesicht, das, sobald es getrocknet war, einen Salzfilm auf unserer Haut hinterließ. Was für ein Peeling :)
Um das ganze etwas abzukürzen, denn ich verliere mich schon wieder in Details, hier unser Ausblick von unserem Hotelzimer, das sich direkt am Meer befand. Und leider auch direkt am Steg von Mae Haad, an dem täglich mehrmals die Songserm, unsere Fähre, anlegte, und mir das Ausmaß des Massen-Tourismus erst so richtig bewusst wurde.
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| Was gibts schöneres, als frühmorgens eine Runde im Meer zu schwimmen? |
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| Wunderschönes Foto |
Ein kleiner Schwenk aus der Geschichte:
Koh Tao ist eine ziemlich kleine Insel, auch Schildkröten-Insel genannt. Aber nicht wegen der Form, sondern weil es dort früher ziemlich viele dieser Panzer-Knacker gab. Manchmal war der Strand so voll von diesen Tieren, dass er ganz schwarz war. Gruselige Vorstellung!!! Schwarz, der Strand ... help! Doch das war früher, mittlerweile gibt es kaum mehr Schildkröten dort.
Einst (in den 1930er Jahren) eine Häftlings-Insel, anschließend lange Zeit unbewohnt, kamen erst in den 1970er Jahren die ersten richtigen Siedler, Fischer, von der Nachbars-Insel Koh Phangan. Von da an nahm die Entwicklung ihren Lauf. Die unfassbare Unterwasserwelt wurde entdeckt und eine Menge Tauchschulen siedelten sich an. Koh Tao ist ein wahres Taucherparadies und viele Touristen ringen sich durch, aufgrund der wärmsten Empfehlungen ihrer Reiseführer, zumindest einmal in die Tiefe zu gehn. Bei meinem ersten Aufenthalt auf Koh Tao (vor zwei Jahren) machte ich mit meiner lieben Freundin Dani zwei Tauchgänge. Mir machte dieses Ereignis eines klar: unter Wasser eine zweite Welt existiert. Mit ihrem eigenen System, ihren eigenen Pflanzen und Tieren. Es eröffnete sich plötzlich eine so neue Sicht auf die Welt. Fasziniert betrachtete ich die aufregend gemusterten Fisch und die bunten Korallen. Was mir das Paradies etwas vergällte, war der nicht funktionieren wollende Druckausgleich. Ich schluckte und schluckte und versuchte, den Druck in meinen Ohren loszuwerden, was mir aber leider während des gesamten Tauchganges nicht wirklich gelang. Doch nichts desto trotz war dies eine unbeschreibliche und unbedingt zu empfehlende Erfahrung!
Koh Tao ist so klein, sodass wir uns an jeden Tag zu Fuß unseres Aufenthaltes aufmachten, die Insel zu erkunden. Um an entlegene Strände zu kommen, erklommen wir so manch steile Hügel und marschierten durch unberührte Dschungel. Vor der Kombination Kokospalmen und Wind wurde gewarnt, denn es wurden schon so manche Touristen von herunterfallenden Kokosnüssen erschlagen. Nur gut, dass es beinah windstill war :)
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| Wie aus dem Reisekatalog ... *träum* |
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| C'est moi - ein Dschungeltrip |
Neben unseren Abenteuer-Gebirgs-Trips war unser Aufenthalt in Koh Tao geprägt von baden, chillen und genießen. Einfach die Seele baumeln lassen ...
An einem der Tage erkundeten wir einen traumhaft schönen Strand, den Sai Nuan Beach.
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| Manchmal waren die Distanz-Angaben nicht sehr zuverlässig :) |
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| Bungalows am Sai Nuan Beach |
Das Besondere am Sai Nuan Beach ist, dass er duch keine Straße, also weder durch ein Taxi oder Moped, direkt erreichbar ist. Der Badegast muss also zu Fuß ankommen und einen Gehweg von etwa einer halben Stunden auf sich nehmen, um an dieses Juwel zu kommen. Der Fußmarsch lohnt sich absolut, denn der Strand ist klein, sauber und durchaus auch schattig (keine Selbstverständlichkeit). Schwimmt man etwas weiter raus, kommt man zu einigen Felsen, auf denen man herumklettern kann. Auf einem der Felsen machte ich eine ungeheure Entdeckung: Krebse. Ich umrundete den Stein und sah immer mehr Krebse, die munter herumkrabbelten und sich mit ihren Scheren klappernd fortbewegten. Mit einem gewissen Sicherheitsabstand aber dennoch den Blick nicht abwenden könnend guckte ich diesen Tierchen eine zeitlang zu. Krebse haben, genauso wie Schildkröten, etwas unheimliches an sich, das zugleich reizvoll aber auch irgendwie abstoßend ist.
Vom Vortag hatte ich noch etwas Sonnenbrand an den Schienbeinen (!) - deshalb bevorzugte ich ein schattiges Plätzchen.
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| Sonnenbrand an den Schienbeinen? Ja, aber hier nicht sichtbar. |
Wie bereits erwähnt war dieser Aufenthalt auf Koh Tao mein zweiter Besuch. Warum eine Wiederholung? Eine aufgewärmte Liebe ist ja bekanntlich nur mehr halb reizvoll und eher lau und schal als erfüllend und befriedigend. Der Grund für meinen zweiten Aufenthalt war, dass ich Koh Tao von meiner Premiere einfach in so wunderbarer Erinnerung behalten habe. Doch wie es mit Aufwärm-Versuchen nun mal so ist, wird man damit oft enttäuscht: auch mir wurden die Augen geöffnet, ich wurde geläutert und desillusioniert. Hatte ich Koh Tao als wunderschöne grüne Insel in Erinnerung, die auf ihre Über- und Unterwasserwelt großen Wert legt, so musste ich feststellen, dass vieles von dem nur auf Schein beruhte. Was sich einerseits auf den Massen-Tourismus zurückzuführen lässt, denn viele Touristen wollen sich im Urlaub scheinbar nicht mit Themen wie Mülltrennung oder -entsorgung auseinandersetzen. Leider! Auch die sanitären Anlagen auf den Stränden (in den Restaurants) waren in einem derart schlechten Zustand, sodass ich sie nur in den dringendsten Fällen aufsuchte. Darüber hinaus empfanden wir diese Insel als ein riesengroßes Resort, einen riesigen Urlaubsort. Ballermann für Rucksacktouristen :)
Nichts desto trotz kam auch ich in Koh Tao auf meine Kosten und es wurde mein Hunger nach Meer, Sonne und Salz auf der Haut befriedigt. Abends wurden wir von wunderbaren Farbspielen überrascht. Hier einige atemberaubende Sonnenuntergänge:
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| Bunde Fischerboote zieren die Küsten |
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| Über diesen Steg kommen tägich Tausende neue Touristen an |
Die Zeit am Strand vergnügte ich mich mit meiner Reiselektüre: Siddharta von Hermann Hesse. Wie ich dieses Buch liebe! Es ist ein perfektes Buch fürs Reisen, finde iche, denn es behandelt im Endeffekt auch eine Reise. Die Reise des Lebens, die unterschiedlichen Stationen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der Vollendung. Dieses Buch hat mir Stunden der Nachdenklichkeit, des Glücks und der aha-Effekte beschert. Vielen Dank Herr HEsse für diesen kostbaren Schatz!
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Best book ever
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Die Zeit unserer Reise verging wie im Fluge. Und schon war auch schon der letzte Abend auf Koh Tao angebrochen, den wir in einem BBQ-Restaurant, in dem es frischen Fisch vom Grill gab, gebührend zelebrierten. Wir gönnten uns ein Festessen und nahmen genießend Abschied von dieser Insel.
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| Chang - schwer in Ordnung, dieses Bier. |
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| Mein Fisch, bevor er auf den Grill kam. |
Abreisetag. Um 2 Uhr nachmittags begann unsere Rückreise nach Bangkok. Wir schritten über den Steg - der auf einem der Fotos oben im Abendrot versinkt - und machten es uns im Schiffsbauch der Songserm bequem. Das leichte Schaukeln des Schiffes bescherte mir ein paar Power-Naps in Folge, die nur von meiner eigenen Überraschung unterbrochen wurden, als mein Kopf unkontrolliert zur Seite kippte.
In Chumpon angekommen hieß es: warten auf den Anschluss-Bus. Ein gutes Geschäft witternd haben sich hier ein paar Imbissbuden verankert, die nach unserer Ankunft in gebrochenem Englisch ihre Speisen - ungewürzter Reis und Nudeln mit Gemüse - anpriesen. Wir nutzten dennoch diese Gelegenheit zur Nahrungsaufnahme, denn eine lausige Busfahrt lässt sich gesättigt besser ertragen als mit knurrendem Magen.
Die Busfahrt war wie jede Busfahrt, unbequem und eng, doch was uns die Schweißperlen auf die Stirn trieb, war der Blick auf die Uhr bei unserer Ankunft: 3:45 in Bangkok!!! Es hieß, wir würden um halb 6 ankommen, aber nein, wir waren kurz vor 4 zurück in meiner heiß geliebten Stadt Bangkok. Glücklicherweise erging es nicht nur uns so, dass wir nicht wussten, wohin mit unseren Kadavern. So machten wir uns alle auf den Weg zur Khao San Road, die spätnachts wirklich ein schauriges Bild abgab. McDonalds war das einzige Lokal mit durchgehenden Öffnungszeiten und so bevölkerten wir in diesen frühen Morgenstunden den altvertrauten Mäcki, konsumierten einen Kaffee nach dem anderen, um uns irgendwie wach zu halten und vertrieben uns die Zeit mit Kartenspielen.
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| Kartenspielen, Kaffe & betrunkenes Gekreische beim McDonalds |
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| Gut eingepackt, denn die meisten Räume sind klimatisiert. |
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Nach dieser im Nachhinein etwas verschwommen Spiele-Partie und den Aufputsch-Versuchen mit Kaffee kamen wir morgens um halb 7 in unserem Hostel an (dasselbe, in dem wir auch schon bei unserer Ankunft schliefen). Das allerschönste Geschenk, das uns an diesem Tag gemacht wurde: wir konnten sofort einchecken!!! Fast vor Freude heulend schleppten wir mit letzten Kräften unseren mittlerweile gut gefüllten Rucksack (Souveniers ... ) die Treppen hoch (... oder fuhren wir mit dem Aufzug??) und fielen in einen langen Schlaf.
Wir verbrachten eine Nacht in Bangkok, bevor es am nächsten Tag zum Flughafen ging und wir mit einem Zwischenstop in Peking Richtung Wien flogen.
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| Meine Kleidung für die Heimreise: Schal, Mütze, Jacke ... |
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Im Flugzeug guckte ich drei Filme in Folge - ich kann auf Schiffen, in Bussen und in Flugzeugen kaum schlafen - und musste bei allen dreien hemungslos weinen. Müdigkeit macht sentimental :) Nur gut, dass die Allgemeinheit geschlafen hat und mein Geschniefe niemandem aufgefallen ist.
Welcome back to Austria! Welcome back to my daily routine!
Alltag, du hast mich wieder :) Doch im Herzen bleibt die Erinnerung!
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