Sonntag, 17. Juli 2016

Exotischer Kartoffel-Karotten-Gratin mit Kokosmilch

Einen Gratin habe ich seit Jahren nicht mehr gegessen - DIE Gelegenheit, dachte ich mir, nachdem ich einen Tag zuvor meine ersten Kartoffeln und Karotten geerntet habe. Das Gemüse war im Nu geschnippelt, mit etwas Milch übergossen und der Ofen erledigte den Rest. Schmeckt nicht nur, sondern geht auch noch blitzschnell.
Da ich keine "normale" Milch im Haus hatte, verwendete ich stattdessen eine kleine Dose Kokosmilch. War zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig, aber allemal interessant und ist einen Versuch wert.
PS: Es kann aber natürlich auch jede andere Milch verwendet werden.

  


Zutaten für 2 Portionen:
6 große Kartoffeln
6 Karotten 
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Öl
1/4 l Milch
Muskatnuss, Salz, Pfeffer


Zubereitung: 
  1. Eine feuerfeste Form mit Öl auspinseln. 
  2. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schneiden. 
  3. Kartoffeln und Karotten schälen und in feine Scheiben schneiden. 
  4. Kartoffeln, Karotten, Zwiebel und Knoblauch in die Form schichten. 
  5. Die Milch mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen und über das Gemüse gießen. Es sollte schön bedeckt sein, denn im Ofen verkocht sich die Milch ein wenig und reduziert sich. 
  6. Für ca. 45 Minuten in den Ofen, auf mittlerer Schiene bei 180°C backen. 
 Auskühlen lassen und dann ... genießen! 



Mein Fazit zu diesem Gericht: 
Da Kokosmilch einen hohen Fettgehalt hat, war der Gratin sehr ölig, nachdem ich ihn aus dem Ofen genommen habe. Das überschüssige Öl habe ich deshalb einfach abgeschöpft und entsorgt.

Abgesehen davon fand ich den Kokosgeschmack in diesem Gericht ganz spannend. Karotten und Kartoffeln sind ja meist in herzhaften Gerichte verpackt, deshalb war die Kokosnote schon eine ungewohnte Facette in diesem Gratin. Durch das Backen und Köcheln kommt der Kokosgeschmack richtig schön zutage - wer diese Nuss also nicht mag, dem empfehle ich auf jeden Fall, eine andere Milch zum Übergießen zu verwenden.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass dieses Gericht super schnell zubereitet ist. Es muss aber eingeplant werden, dass es für eine 3/4 Stunde in den Ofen muss. Wenn der Hunger also riesengroß ist, einfach während des Backens ein paar Karotten knabbern.


Sonntag, 10. Juli 2016

Topfenknödel mit Walnuss-Brösel und Erdbeersauce

Der Hochsommer ist nun auch in Österreich angekommen. 35 Grad, wolkenloser Himmel ... und das beste daran: es ist Sonntag! Das heißt, dieser Tag will in vollen Zügen genossen werden. Wurde er auch.
Baden, Lachen und ein gutes Gespräch ... das waren meine heutigen Highlights.
Ach ja ... und nicht zu vergessen, mein unvergesslich gutes Mittagessen: Topfenknödel. Mit viel Brösel und viel Frucht!



Zutaten für 4 Personen: 
Für die Knödel:
250g Topfen
1 Ei
50g Butter
50g Grieß
Saft einer halben Zitrone
3 EL Zucker

Für die Brösel:
3 EL Butter
50g Weißbrot-Brösel
50g Walnüsse, gerieben
3 EL Staubzucker, gesiebt

Für die Erdbeersauce:
250g Erdbeeren


Zubereitung:
  1. Topfen, Ei, Butter, Grieß, Zitronensaft und Zucker gut miteinander verrühren. Die Masse darf ruhig recht fest sein, damit sie im Kochwasser nicht zerfällt. Den Teig eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen. 
  2. In der Zwischenzeit können die Brösel zubereitet werden: Butter in einer Pfanne schmelzen, anschließend die Brösel und die Walnüsse dazugeben und alles gut vermischen. Die Brösel ca. 5 Minuten leicht bräunen. Bitte immer umrühren, die Brösel brennen sehr schnell an. Staubzucker zu den Bröseln geben.
  3. Für die Erdbeersauce die Erdbeeren vom Grün befreien und pürieren, bis eine feine Sauce entsteht. 
  4. Einen großen Topf mit Wasser (für die Knödel) auf den Herd geben, das Wasser zum Kochen bringen. 
  5. Die Topfenmasse aus dem Kühlschrank holen und mit nassen Händen (so bleiben die Knödel nicht an den Händen kleben) kleine Knöderl formen. Sobald das Wasser kocht, die Knödel reingeben. Der Herd kann schon ausgemacht werden, die Knödel sollen noch 10 Minuten ziehen. 
  6. Danach die Knödel aus dem Wasser heben und in den Bröseln wälzen. Mit Erdbeersauce und Staubzucker servieren. 

Guten Appetit!!!




Mittwoch, 29. Juni 2016

Gartenliebe

Ich muss gestehen, vor einigen Jahren konnte mich kaum jemand fürs Gärtnern begeistern. Warum sollte ich im Boden herum wühlen wollen? Dieses Hobby überließ ich lieber allen anderen. Das Ernten war dann schon eher meines ... :)

Doch die Zeiten ändern sich ... man wird älter, im Haar findet sich plötzlich das ein oder andere weiße Haar (und das mit 30 ...!) und die Interessen verschieben sich. Ich habe in den letzten Jahren mehr und mehr entdeckt, was mir wirklich Spaß macht und wofür mein Herz schlägt. Im Einklang mit der Natur zu leben, achtsam mit ihr umzugehen und nachhaltig zu wirtschaften und zu leben, das sind Themen, die sehr wichtig für mich geworden sind. 
Zum achtsamen Umgang unserer Umwelt zählt auch die Produktion unserer Lebensmittel. Will ich eine in Folienstädten hochgezüchtete Tomate oder will ich eine selbst gepflanzte und umsorgte Tomate essen? 
Natürlich zweiteres! Deshalb machte ich mich im letzten Jahr schlau, ob es in Linz ein Urban-Gardening-Projekt gibt. Ja, gibt es - die Firma Morgentau Biogemüse GmbH bietet an mehreren Standorten in Linz kleine Parzellen (20-60qm) an. 'Das muss ich machen', schoss es mir durch den Kopf ... und so bewirtschafte ich heuer eine 20qm große Parzelle in Linz-Urfahr, in der Nähe der Uni.

Mittlerweile bin ich voll Leidenschaft dabei und freue mich wie ein kleines Kind, wenn ich an den Pflänzchen einen kleinen Trieb entdecke. Oder kleine Früchtchen, die zwar noch grün sind (wie die Tomaten oder Paprika), sich aber wohlig Richtung Himmel recken und jeden Sonnenstrahl zu genießen scheinen.

Anbei findet ihr ein paar Bilder, die ich in unterschiedlichen Gärten geknipst habe ..

Ein bald erntefähiger Kohlrabi.

Ich liebe dieses Bild! Die Kombination aus Schärfe und Unschärfe macht das Foto einzigartig.

Eine Verwandte zu den Himbeeren - fester und vom Geschmack her würziger und säuerlicher als Himbeeren ... ich glaube, ich bin verknallt ...

Wäscht der Regen etwa die Farbe aus den Blüten ... ?!?

Hier darf ruhig gewuchert werden. Rosen dürfen das.


Eines schönen Sommertages spitzten zwei Rosenknospen ihre Blätter. War da ein Donner zu hören ...?




Perfekte farbliche Abstimmung ...

Die Zucchinis stehen in den Startlöchern ...

Mein Opa war ein Meister des Veredelns. Man entdeckt es kaum, aber wer genau hinsieht, bemerkt es vielleicht: links wachsen grüne Äpfel, rechts ist eine ganz andere Sorte zu finden.Veredelung in seiner reinsten Form.

Dienstag, 28. Juni 2016

Blattsalat mit Feta und Basilikumpesto - der Auftakt einer gelungenen Gartensaison

Mein erster eigener Salat aus meinem ersten eigenen Garten! Ein besonderer Moment für mich.
Da sieht man den Pflänzchen über Wochen hinweg beim Wachsen zu, befreit sie vom hartnäckig wuchernden Unkraut, gießt sie vorsichtig - und irgendwann steht ein schöner Salatkopf vor einem. Es klingt komisch, aber man entwickelt fast zärtliche Gefühle zu seinen Pflänzchen. Regnet es in Strömen, denke ich an meinen Garten, brennt die Sonne vom Himmel, denke ich an ihn und hoffe, dass sie dem unbeständigen Wetter trotzen. Denn mein Garten liegt leider nicht in meinem Garten, wie dieses Wort vermuten lässt. Mein "Garten" ist ein Stückchen Land mitten in der Stadt, das ich im Rahmen eines Urban-Gardening-Projektes in Linz bewirtschafte.

Und heute habe ich tatsächlich meinen ersten Salatkopf geerntet, kaum zu fassen!!! :)))
Ich freue mich wie verrückt!
Um dieses Meisterding gebührend zu ehren, habe ich einen wunderbaren Salat daraus gemacht: er vereint fruchtige, frische und bodenständige Geschmacksnoten. 



Zutaten für 2 Portionen:
1 Salatkopf
1 kleine Zwiebel
3 Kartoffeln, gekocht
1 Apfel
Feta
Rosinen
1/2 Avocado
2 Handvoll Basilikumblätter
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker, Apfelessig, Olivenöl


Zubereitung.
  1. Salat waschen und die Blätter in mundgerechte Stücke teilen. Den Salat in eine große Schüssel geben.
  2. Die Zwiebel fein schneiden. Zum Salat in die Schüssel geben.
  3. Die gekochten Kartoffeln (ich habe meine schon am Vorabend gekocht) schälen und in Scheiben schneiden und zum Salat geben.
  4. Den Apfel klein schneiden und ebenfalls zum Salat geben. 
  5. Avocado schälen, den Kern entfernen und in Scheiben schneiden. Feta in kleine Stückchen krümeln. Noch nicht über den Salat geben. 
  6. Für das Basilikumpesto den Basilikum mit dem Olivenöl mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit etwas Salz würzen und das Pesto beiseite stellen.
  7. Die Marinade bereiten: in einer Tasse ca. 1/3 Apfelessig geben, den Rest mit Wasser auffüllen. 1 EL Olivenöl, eine Prise Salz, Zucker sowie Pfeffer dazugeben und gut umrühren. Die Marinade über den Salat leeren und alles gut vermischen. 
  8. Den Salat auf einem Teller anrichten, mit Rosinen, Feta und Avocado garnieren. Das Pesto darauf verteilen. 
Lasst es euch schmecken!


Donnerstag, 23. Juni 2016

Kartoffel-Kohlrabi-Eintopf - ein kleines Trostpflaster

Gestern ist die österreichische Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft ausgeschieden ... ein trauriger und wehmütiger Moment.
Bis zur letzten Spielminute wurde gehofft, gezittert und gefiebert, ja geschrien haben wir sogar, unsere Jungs mögen doch den Ball ins Netz schießen. An Chancen hat es ihnen nun wirklich nicht gemangelt, doch das Glück war nicht auf unserer Seite. Sie haben gekämpft wie die Irren, haben das Spiel dominiert und immer wieder mit Torschüssen geglänzt. In der 93. Minute fiel dann, man glaubt es kaum, wirklich noch ein Tor - allerdings für die falsche Mannschaft: die Isländer. Großer Schreckmoment, in dem die Hoffnung einen leisen Tod starb. Eine Minute später ertönte der Schlusspfiff. Mit 2:1 siegten die Isländer, die sich somit einen Platz im Achtelfinale sicherten. Für das österreichische Nationalteam sowie für all die treuen Fans - mich inklusive - war der Traum von einer weiteren Teilnahme an der EM ausgeträumt. Katerstimmung überfiel das gesamte Land.

Voll Enttäuschung schlich ich nach Hause und nutzte meine vom Spiel mitgenommene Energie für etwas Sinnvolles: für das Zubereiten eines suuuper leckeren Gerichtes - eines Eintopfes aus Kartoffeln, Kohlrabi, Karotten und Tomaten. Das hat ein bißchen von dem Seelenschmerz wettgemacht.


Zutaten für 2 Portionen:
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
5 Kartoffeln
1 Kohlrabi
3 Karotten
250 ml Tomatensauce
frische Kräuter (zB Rosmarin, Thymian)
Sals, Pfeffer,
einen Schuss Zitrone


Zubereitung:
  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und in dünne Streifen schneiden. 
  2. Zwiebel und Knoblauch in etwas Olivenöl (1-2 EL) in einem Topf ein paar Minuten anbraten, bis die Zwiebel glasig ist. 
  3. In der Zwischenzeit Kartoffeln, Kohlrabi und Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. 
  4. Das Gemüse in den Topf dazugeben, ein paar Minuten mitbraten und anschließend mit der Tomatensauce ablöschen. Die Sauce ist sehr dicklich, deshalb 1/8 Wasser dazugeben. 
  5. Die Kräuter könnt ihr auch gleich in den Topf geben, so nimmt das Gericht einen schönen Kräutergeschmack an. 
  6. Auf mittlerer Stufe das Gemüse ca. 20 Minuten köcheln lassen. Wenn die Kartoffeln weich sind, dann könnt ihr den Herd ausschalten und euch dem Würzen widmen. 
  7. Mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitrone abschmecken. Wer will, kann auch noch Feta über den Eintopf geben. 

Guten Appetit!

Dienstag, 21. Juni 2016

Rührei mit Tomate

An manchen Tagen bin ich ziemlich koch-faul. Vor allem jetzt - es ist Sommer!!! Nichts desto trotz möchte mein Gaumen aber etwas Gutes und Gesundes auf dem Tisch haben. Innerhalb kürzester Zeit, wenn möglich. Eine Herausforderung? Nein, nicht mit diesem Gericht, das in 10 Minuten fertig ist. Ich sage nur: Rührei mit Tomate.

By the way: diese Speise erinnert mich sehr stark an meinen Thailand-Trip im letzten Winter. In jedem Backpacker-Hostel stand Rührei mit Gemüse als Fixpunkt auf der Frühstücks-Speisekarte. Auf der Insel Koh Tao gönnte ich mir täglich "scrambled eggs" mit Zwiebeln und Tomaten. Dazu Kaffee, der herrlich intensiv war. Ich kann mich noch genau erinnern - den Kaffee trank ich in ganz kleinen Schlucken, um ganz lange von dem köstlichen Geschmack zu naschen. Das Frühstück nahmen wir jedes Mal in dem kleinen Café ein, das neben unserem Apartement gelegen war. Auf den Boden auf einem kleinen Polsterchen sitzend, vor uns das Esstischchen, genossen wir die atemberaubende Aussicht auf das Meer und die Fischerboote. Dabei schmiedeten wir Pläne für den Tag.
Aaaaach ... wie schön doch Erinnerungen sind ...!!




Zutaten für 2 Portionen:
1 Zwiebel
Olivenöl
4 Eier
2 Tomaten
Salz, Pfeffer
frische Kräuter


Zubereitung:
  1. Die Zwiebel halbieren und klein schneiden. In einer beschichteten Pfanne mit einem Schuss Olivenöl 5 Minuten anbraten.
  2. Die Tomaten in kleine Stückchen schneiden und in die Pfanne dazugeben.
  3. Die Eier in die Pfanne (auf das Gemüse) schlagen und alles gut verrühren. Bei gelegentlichem Rühren die Eier stocken (fest werden) lassen - dauert etwa 5 Minuten.
  4. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit frischen Kräutern (Schnittlauch, Petersilie) bestreuen. 
  5. Fertig!!!
Guten Appetit!

Sonntag, 19. Juni 2016

Flammkuchen mit Karotten und Feta

Normalerweise wird Flammkuchen mit Sauerrahm, Crème fraiche oder Joghurt gemacht - ich hatte keines dieser Dinge im Kühlschrank, fand dafür aber noch ein paar Gläser Tomatensauce. So wurde der Flammkuchen eben mit Tomatensauce bestrichen, ein bißchen Gemüse draufgeschnippelt und mit Feta und getrockneten Kräutern garniert. Erinnert optisch und geschmacklich stark an Pizza, wobei der hauchdünne Boden und die fehlende Käse-Lawine aber offenbarten, dass dieser Fladen eben doch keine Pizza ist. Sondern ein Flammkuchen!

Apropo Flammkuchen - ursprünglich stamt der Flammkuchen aus Frankreich, genauer gesagt aus dem Elsass, einer kleinen Region im Osten des Landes. Dort gibt es viele unterschiedliche Varianten dieses Gerichtes, mitunter auch ganz deftige Versionen mit Speck und Sahne. Aber auch mit Fisch und Schrimps und natürlich viel Gemüse. Sich durchzukosten lohnt sich, wenn jemand mal zufällig in der Gegend ist.



Zutaten für 2 Fladen:
200g Weizen-Vollkornmehl
125ml Wasser
2 EL Olivenöl
Prise Salz

150ml Tomatensauce
1 Zwiebel
4 Karotten
Feta
Kräuter, Rosmarin
Salz Pfeffer


Zubereitung:
  1. Das Mehl mit dem Wasser, dem Öl und der Prise Salz zu einem festen Teig verkneten. Sollte er zu weich und klebrig sein, ein wenig Mehl dazugeben, bis der Teig schön fest wird. 
  2. Den Teig in zwei Hälften teilen und beide Teile auf einer bemehlten Arbeitsfläche der Länge nach ausrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. 
  3. Backrohr auf 175° C vorheizen. 
  4. Die Tomatensauce auf den beiden Fladen gleichmäßig verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 
  5. Zwiebel in Ringe schneiden. Karotten in feine Streifen schneiden. Das Gemüse auf dem Fladen verteilen. 
  6. Feta fein krümeln und darüber streuen. Wenn ihr wollt, könnt ihr noch Kräuter (getrocknet oder frisch) über den Flammkuchen geben. Duftet herrlich beim Backen ... 
  7. Das Backblech in das vorgeheizte Rohr schieben und ca. 20 Minuten backen. 
  8. Nach dem Backen auskühlen lassen und ... genießen!

Sonntag, 12. Juni 2016

Wie aus Marillen Marmelade wurde: Marillenmarmelade

Die erste Marmelade des Jahres 2016 wurde eingekocht: Marillenmarmelade.
Bei Marmeladen kann man ja wunderbar experimentieren. Vanille, Rum, Kardamom, Kokos, Sekt und jede Menge anderer Extra-Zutaten können den Fruchtaufstrich gehörig aufpeppen oder ihm eine interessante Geschmacksrichtung verpassen. Ein paar Kombinationen habe ich schon im Kopf, die ich unbedingt ausprobieren möchte, doch die heutige Marmelade sollte ganz klassisch, ohne Schnick-Schnack, werden. Wurde sie auch - Marilenmarmelade, der gute alte Klassiker.



Zutaten:
3,5 kg Marillen
1,5 kg Gelierzucker 2:1


 Zubereitung:
  1.  Marillen waschen und entsteinen. In kleine Stücke schneiden. 
  2. Die Marillen und den Gelierzucker in einen großen Kochtopf geben und mit einem Kochlöffel vermischen. Auf den Herd stellen (mittlere Temperatur). Zu Beginn rühren, damit die Früchte nicht anbrennen. Irgendwann tritt dann die Flüssigkeit aus den Früchten und die Gefahr des Anbrennens sink. Das ganze fängt herrlich zu Blubbern an. Die Marmelade ca. 10 min köcheln lassen. 
  3. In der Zwischenzeit könnt ihr die Gläser vorbereiten. Wascht sie mit heißem Wasser sehr gut aus. Ich stelle die Gläser ins vorgeheizte Backrohr, so werden sie richtig trocken und keimfrei. Aber Achtung, passt auf eure Finger auf, die Gläser sind richtig heiß, wenn sie aus dem Backrohr kommen. Lieber die Gläser einige Minuten bei ausgeschaltenem und offenem Backrohr auskühlen lassen und dann erst herausholen.
  4. Wenn ihr sicher gehen wollt, ob die Marmelade schon fest ist, könnt ihr eine Gelierprobe machen. Gebt dazu 2-3 EL der heißen Marmelade auf einen Teller und stellt es für ein paar Minuten in den Kühlschrank. Ist die Marmelade in abgekühltem Zustand in der gewünschten Konsistenz, könnt ihr den Herd ausmachen und die Marmelade in die Gläser füllen. Ich habe dafür einen speziellen Trichter, mit dem ich die Marmelade, fast ohne zu kleckern, in die Gläser bekomme. Den Rand der Gläser von Marmelade-Resten entfernen und fest verschrauben. 
  5. Die Marmeladengläser kommen in die Vorratskammer - und bringen mir hoffentlich in dunklen Herbst- und Wintertagen den Sommer zurück. Viel Vergnügen beim Einkochen und guten Appetit!

Montag, 6. Juni 2016

Der Schaum der Tage - Schaumrollen

Unkompliziertheit ist eine feine Eigenschaft, finde ich. Nicht nur an Menschen schätze ich diesen Charakterzug, auch Rezepte, die im Handumdrehen fertig sind und trotzdem ein köstliches Ergebnis abliefern, sind mir überaus willkommen. Aus Wenigem was Tolles machen, oder einfach Minimalismus pur.

Diese Devise machte ich mir am Wochenende zu eigen. Ich war gerade dabei, in Kochbüchern nach geeigneten Desserts für eine kleine Feier zu stöbern. In den herrlichsten Kuchenrezepten verlor ich mich, erträumte mir den Geschmack von Himbeertörtchen und Erdbeerträumen. Die zeitliche Komponente machte mir aber einen Strich durch die kulinarische Hoch-Rechnung. Schnell musste es gehen. Und schmecken sollte es. Das war die Challenge.

Die Idee wurde schon bald darauf geboren. Allerdings nicht von mir, sondern von meiner Mama, die in vielen Dingen viel praktischer und - hier haben wir es wieder - unkomplizierter ist als ich. Schaumrollen sollten es werden.

Das einzige, was ihr für die Zubereitung der Schaumrollen braucht, sind die Schaumrollen-Formen. Das sind längliche, runde Edelstahl-Rollen, um die der Blätterteig gewickelt wird.



Zutaten für ca. 30 kleine Schaumrollen:
2 Rollen Blätterteig (gekauft)
2 Becher Schlagobers
3 EL Staubzucker


Zubereitung:
  1.  Das Backrohr auf 170° C vorheizen.
  2. Den Blätterteig aus der Packung nehmen und "entrollen". In ca. 2cm dicke Scheiben schneiden.
  3. Die Scheiben um die Edelstahl-Formen wickeln. Achtung: die Formen verlaufen ein bißchen wie ein Trichter. Sie sind an einem Ende etwas dünner, am anderen etwas dicker. Das dickere Ende frei lassen. So können die Formen nach dem Backen ganz leicht entfernt werden. 
  4. Alle umwickelten Schaumrollen-Formen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und in den Ofen schieben. Bei 170° C ca 15 min backen. Der Blätterteig sollte nicht zu braun werden. 
  5. Nach dem Backen die Schaumrollen auskühlen lassen. Anschließend die Formen vorsichtig entfernen. 
  6. Für die Füllung das Schlagobers schlagen, bis es fest ist. Zucker hinzugeben und noch kurz weiterschlagen. 
  7. Schlagobers in den Spritzbeutel geben und die Schaumrollen damit füllen. Es kann sein, dass durch das Gedrücke des Beutel auch oben etwas Schlagobers rauskommt. Das hab ich großzügig weggeschlemmt :)
Lasst sie euch schmecken!


Montag, 16. Mai 2016

Spinatspätzle - oder die Geschichte einer Liaision zwischen Spinat und Käsespätzle

Alles blüht, sprießt und wächst und gedeiht. Es ist eine wahre Freude in den Garten zu spazieren und die zarten Pflänzchen beim Wachsen zu beobachten. Eines der wenigen Gemüsesorten, die jetzt schon erntereif sind, ist der Spinat. Deshalb wurde dieser heute auch gleich mal - in Form von Spinatspätzle - verkocht. Spinatspätzle sind nichts anderes als eine erweiterte Form der Käsespätzle ... Käsespätzle 2.0 ... oder: die Verschmelzung von Spinat und Käsespätzle. Nicht nur geschmacklich überzeugender als das Original, sondern auch farblich ein absoluter Hingucker!



Zutaten für 4 Personen:
60 dag Mehl (30 dag Weizenmehl, 30 dag Vollkornmehl)
2 Eier
2 Handvoll frische Spinatblätter
Salz, Pfeffer
1 EL Butter
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
100 g Bergkäse
Schnittlauch, Frühlingszwiebel


Zubereitung:
  1. Frischen Spinat waschen und die Stiele mit einem Gemüsemesser entfernen. Spinat kurz (ca. 2 Minuten) in kochendes Wasser geben und anschließend abgießen. Nicht erschrecken, der Spinat reduziert sich durch das Kochen deutlich.
  2. Den gekochten Spinat mit einem Pürierstab fein pürieren. 
  3. Mehl, Eier, Spinat und ca. 0,75 Liter Wasser zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz und Pfeffer verfeinern. Wenn der Teig dickflüssig ist, dann ist er perfekt. Ist er zu dünn, dann einfach noch ein bißchen Mehl einrühren.
  4. Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Das Spätzlesieb bereithalten und sobald das Wasser kocht, kommt es auch schon zum Einsatz. Den Teig vorsichtig durch das Sieb in den Topf streichen und die Spätzle 10 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, abseihen und die Spätzle mit kaltem Wasser überspülen, damit sie nicht zusammenkleben.
  5. In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln und mit Butter in einer Pfanne anbraten. Sobald die Zwiebeln glasig sind, kann die Pfanne vom Herd genommen werden. 
  6. In einer Kasserole die Spätzle mit den Zwiebeln und Knoblauch vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann noch etwas Butter unter die Spätzle mengen, so wird das Gericht etwas deftiger.
  7. Bergkäse reiben und 3/4 davon unter die Spätzle mischen. Den Rest über die Spätzle streuen. 
  8. Spätzle für 20 Minuten bei 180° ins Rohr geben und überbacken lassen. 
  9. Mit Schnittlauch und Frühlingszwiebel garnieren. 
Guten Appetit :)