Montag, 26. Oktober 2015

#2 Projekt Zuckerfrei: Woche eins mit einem wunderbaren Falafel-Kürbis-Rezept


Wie war die erste Woche?
Ich juble und freue mich wie wild - die erste Woche des Projektes Zuckerfrei verlief erfolgereicher als gedacht. Zu Beginn des Projektes hatte ich - absoluter Schoko-Addict - noch so meine Zweifel über die Erreichbarkeit des angestrebten Ziels, für sage und schreibe 5 Wochen auf das braune Gold und all seine nahen und fernen Verwandten verzichten zu müssen. Ich traute mir selber nicht ganz über den Weg, denn immerhin kenne ich meine Gelüste nur zu gut. Doch meine eiserne Konsequenz kannte ich bis dato noch nicht.

Es gibt sie doch noch, die Überraschungen auf dieser Welt. Und eine davon ist meine absolut genial erfolgreiche erste Super-Zuckerfrei-Woche! Tatsächlich fließt seit einer Woche kein Rohr- oder Rübenzucker mehr durch mein Blut. Das aller überraschendste an meiner letzten Woche ist, dass ich kaum Bedürfnis nach Süßem hatte (was selten bis nie vorkommt!). Ich erkläre mir diese abwegige Anwandlung meines Essverhaltens an der sehr stressigen und vollen Arbeitswoche, die mich auf das Wesentliche konzentrieren ließ: meine Arbeit und nichts als die Arbeit und die mich alles andere, inklusive Essen, vergessen ließ. Beziehungsweise maß ich dem Essen keine allzu große Bedeutung bei, da ich anderes zu tun hatte.

Gabs Versuchungen?
Ja, die gab es durchaus. Beispielsweise am Donnerstag letzter Woche ging ich mit ein paar Arbeitskollegen in unsere Betriebs-Kantine und orderte ein Menü. Wahrlich nichts besonderes, Kantinen-Essen eben. Als Nachtisch gabs Schokoladekuchen, der anscheinend richtig gut gewesen sei, aber an dem ich wild entschlossen vorbeiging, meinen Blick auf den vollen Salatteller meines Tablettes geheftet. Erster Herausforderung widerstanden! Strike!

Es gab noch ein paar weitere Situationen, in denen ich Süßes angeboten bekam oder in der meine Sitznachbarn eine Packung Kekse neben mir vertilgten. Und versuchten, mich zu verführen :) Doch ich blieb hart wie Stein.

Das einzig "Süße", das ich zu mir nahm, war Fruchtzucker in Form von täglich zwei Äpfeln und einer Banane.

Dieses schöne Foto ist bei meinen Eltern auf dem Lande entstanden. Sie besitzen einige Apfelbäume, die diese perfekten Früchte hervorbringen.



Wie geht es mir jetzt?
Nach dieser ersten erfreulichen Woche bin ich natürlich echt stolz auf mich! Wenngleich auch ziemlich verwundert. Ich bereitete mich auf enorm harte Tage der Selbstbeherrschung vor, doch welch Wunder, das Gegenteil war der Fall. Der Gusto auf Süßes war wie ausradiert, nicht vorhanden, inexistent. Gedanklich stellt dieser "Erfolg" einen ziemlichen Flash dar, der mich antreibt, mein Projekt weiterhin durchzuziehen.
Physisch wie psychisch merke ich durch den Zucker-Verzicht momentan noch keine großartigen Veränderungen. Ich fühle mich zwar etwas fitter wenn ich zB joggen gehe, was ich aber darauf zurückführe, dass mein Magen recht leer ist. Damit joggt es sich einfach besser. Normalerweise - früher - hatte ich meist vor dem Laufen gegessen und fühlte mich dementsprechend "angefüllt", was eine denkbar schlechte Voraussetzung für ein angenehmes Läufchen ist.

Meine körperliche und geistige Befindlichkeit werde ich auf jeden Fall weiter beobachten.

So, zum Schluß kommt noch ein sensationelles Rezept, das ich letzte Woche gleich zwei Mal gemacht habe.
Achtung: Sucht-Potential!


Falafel in Sesamkruste mit Kürbis-Ragout

Zutaten:
1 Pkg. Falafel (zB von Alnatura)
2 Karotten
Petersilie
Sesam
Olivenöl
1/2 Hokkaido-Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
1/8 l Weißwein
Kurkuma
Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
1 Zitrone 

Zubereitung:
  1. Die Falafel-Mischung mit Wasser anrühren, ca. 15. min quellen lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Karotten raspeln und die Petersilie klein schneiden. Zur Falafel-Mischung geben und gut durchrühren. 
  3. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer klein schneiden. In einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten, Kurkuma und Kreuzkümmel dazugeben und kurz mitbraten. Der Duft nach der Ferne wird die gesamte Küche ausfüllen ...
  4. Kürbis waschen, halbieren und die Kerne entfernen. In mundgerechte Stücke schneiden und ebenso kurz mitbraten. 
  5. Mit Weißwein aufgießen und leicht köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. 
  6. Wenn die Falafel etwas gequollen sind, dann kleine Knödel formen. Die Masse sollte nicht zu weich sein - zum verdicken kann etwas Sesam oder Haferflocken dazugegeben werden. Die Knödel nun in Sesam wälzen und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Wenn die Falafel schön goldbraun sind, drehen, bis jede Seite knusprig ist.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen