Eines späten Sonntags saß ich mit meiner besten Freundin, der Verfasserin dieses Blogs, gemütlich bei mir zu Hause. Wir aßen gemeinsam zu Abend, quatschten über dieses und jenes und plötzlich, wie aus dem Nichts, fassten wir den Entschluss, für einige Zeit auf Zucker zu verzichten. Gut, aus dem Nichts ist wohl etwas untertrieben, denn zugegeben, wir sind beide süchtig nach Süßem.
In einem
Projekt-Auftrag wurden die Rahmenbedingungen ausverhandelt: 40 Tage lang soll das Projekt dauern, Süßigkeiten
und gezuckerte Lebensmittel sowie Trockenfrüchte sind tabu. Um die soziale
Komponente (Familienfeiern, Festessen oder sonstiges) zu berücksichtigen,
wurden 2 Joker-Tage genehmigt, an denen Süßes in Maßen erlaubt ist.
Bevor
es ernst wurde (am nächsten Tag) und wir uns dieser vermeintlichen
Lebens-Aufgabe stellten, genossen wir noch warmen Wild-Leberkäse und
Vanillekuchen mit Schokolade-Stückchen. Am nächsten Tag, Montag dem 19.10.2015
war es dann soweit: das Projekt konnte starten.
Einen
Joker habe ich nach einer Woche bereits verbraucht, als die 60er
Geburtstagsfeier meiner Tante stattfand. Auf die vielen wunderbaren süßen,
selbst gebackenen Kuchen, Torten, Strudel und Kleinigkeiten konnte und wollte ich
einfach nicht verzichten. Abgesehen von diesem einen Tag des absoluten Genusses
hielt ich mich aber streng am Riemen, zu meiner großen Überraschung.
Der
Grund dafür ist mit Sicherheit, dass ich das Projekt gemeinsam mit meiner
Freundin mache. Ich kämpfe nicht alleine, sondern wir motivieren uns
gegenseitig und erkundigen uns regelmäßig nach unserem Befinden. Geteiltes
„Leid“ ist wie wir alle wissen halbes „Leid“.
Für
mich sind diese beiden zuckerfreien Wochen wirklich ein großer Erfolg, denn ich
war bis jetzt der Meinung, bzw. mein Körper signalisierte mir, nach dem Essen
eine Süßigkeit brauchen zu müssen. Der Candida-Pilz in meinem Darm verlangte
richtig danach – so meine Erklärung.
Aber,
wie mir durch die letzten beiden Wochen bewusst wurde: Der Wille für
Veränderung, Motivation und der eiserne Gedanke im Kopf, etwas zu schaffen,
kann einen durchhalten lassen.
Doch
natürlich ist mein Geschmackssinn nach wie vor auf Süßes getrimmt. Von der
Sucht geheilt zu sein, dauert bestimmt länger als zwei Wochen.
Natürlich
kommt es vor, dass Heißhunger auf Kekse, Kuchen usw. aufkommt. In solchen
Momenten helfe ich mir mit einem Apfel, einer Banane, einer Orange oder
eventuell auch einem kleinen Honigbrot ab. Obst und Honig haben wir beim
Projektauftrag in die Liste der erlaubten süßen Nahrungsmittel aufgenommen.
Der
Hauptgrund warum ich mich zu diesem Experiment „hinreißen“ lassen habe ist der,
dass ich seit Jahren an einer chronischen Müdigkeit leide.
Laut
Bluttests habe ich einen Eisenmangel, das heißt die Transferrinwerte sind sehr
hoch. Das bedeutet, dass das Eisen aus den Lebensmitteln in meinem Körper nicht
eigespeichert wird, sondern sich gleich den Weg nach draußen sucht und
ausgeschieden wird. Eisen-Tabletten, Eisen-Infusionen, eisenhaltige
Lebensmittel, Eisen-Nahrungsergänzungsmittel, all das habe ich bereits versucht.
Das Resultat: unveränderte Müdigkeit und Energielosigkeit wie eh und je. Der
Eisen-Wert im Blut hat sich zwar etwas verbessert, aber optimal ist er immer
noch nicht.
Deshalb
kommt dieses „Projekt“ gerade zum richtigen Zeitpunkt. Vielleicht ist es der
Zucker, der mir täglich Energie raubt und mich bleiern durch den Tag schleppen
lässt?
Wie
geht es mir nach 2 Wochen zuckerfreier Ernährung?
Ich
muss ehrlicherweise anmerken, dass ich noch keinerlei Verbesserung merke. Ich
bin nach wie vor sehr müde und „geschlaucht“. Doch möglicherweise braucht mein
Körper einfach etwas länger, mit dieser Umstellung klarzukommen? Ich hoffe,
sehr, dass sich energietechnisch noch einiges tun wird.
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