Sonntag, 1. November 2015

#3 Projekt Zuckerfrei: Gastkommentar von Susanne: Meine ersten beiden zuckerlosen Wochen


Eines späten Sonntags saß ich mit meiner besten Freundin, der Verfasserin dieses Blogs, gemütlich bei mir zu Hause. Wir aßen gemeinsam zu Abend, quatschten über dieses und jenes und plötzlich, wie aus dem Nichts, fassten wir den Entschluss, für einige Zeit auf Zucker zu verzichten. Gut, aus dem Nichts ist wohl etwas untertrieben, denn zugegeben, wir sind beide süchtig nach Süßem.
 In einem Projekt-Auftrag wurden die Rahmenbedingungen ausverhandelt:  40 Tage lang soll das Projekt dauern, Süßigkeiten und gezuckerte Lebensmittel sowie Trockenfrüchte sind tabu. Um die soziale Komponente (Familienfeiern, Festessen oder sonstiges) zu berücksichtigen, wurden 2 Joker-Tage genehmigt, an denen Süßes in Maßen erlaubt ist.
Bevor es ernst wurde (am nächsten Tag) und wir uns dieser vermeintlichen Lebens-Aufgabe stellten, genossen wir noch warmen Wild-Leberkäse und Vanillekuchen mit Schokolade-Stückchen. Am nächsten Tag, Montag dem 19.10.2015 war es dann soweit: das Projekt konnte starten.

Einen Joker habe ich nach einer Woche bereits verbraucht, als die 60er Geburtstagsfeier meiner Tante stattfand. Auf die vielen wunderbaren süßen, selbst gebackenen Kuchen, Torten, Strudel und Kleinigkeiten konnte und wollte ich einfach nicht verzichten. Abgesehen von diesem einen Tag des absoluten Genusses hielt ich mich aber streng am Riemen, zu meiner großen Überraschung. 

Der Grund dafür ist mit Sicherheit, dass ich das Projekt gemeinsam mit meiner Freundin mache. Ich kämpfe nicht alleine, sondern wir motivieren uns gegenseitig und erkundigen uns regelmäßig nach unserem Befinden. Geteiltes „Leid“ ist wie wir alle wissen halbes „Leid“.

Für mich sind diese beiden zuckerfreien Wochen wirklich ein großer Erfolg, denn ich war bis jetzt der Meinung, bzw. mein Körper signalisierte mir, nach dem Essen eine Süßigkeit brauchen zu müssen. Der Candida-Pilz in meinem Darm verlangte richtig danach – so meine Erklärung. 

Aber, wie mir durch die letzten beiden Wochen bewusst wurde: Der Wille für Veränderung, Motivation und der eiserne Gedanke im Kopf, etwas zu schaffen, kann einen durchhalten lassen.
Doch natürlich ist mein Geschmackssinn nach wie vor auf Süßes getrimmt. Von der Sucht geheilt zu sein, dauert bestimmt länger als zwei Wochen.

Natürlich kommt es vor, dass Heißhunger auf Kekse, Kuchen usw. aufkommt. In solchen Momenten helfe ich mir mit einem Apfel, einer Banane, einer Orange oder eventuell auch einem kleinen Honigbrot ab. Obst und Honig haben wir beim Projektauftrag in die Liste der erlaubten süßen Nahrungsmittel aufgenommen.
Der Hauptgrund warum ich mich zu diesem Experiment „hinreißen“ lassen habe ist der, dass ich seit Jahren an einer chronischen Müdigkeit leide.

Laut Bluttests habe ich einen Eisenmangel, das heißt die Transferrinwerte sind sehr hoch. Das bedeutet, dass das Eisen aus den Lebensmitteln in meinem Körper nicht eigespeichert wird, sondern sich gleich den Weg nach draußen sucht und ausgeschieden wird. Eisen-Tabletten, Eisen-Infusionen, eisenhaltige Lebensmittel, Eisen-Nahrungsergänzungsmittel, all das habe ich bereits versucht. Das Resultat: unveränderte Müdigkeit und Energielosigkeit wie eh und je. Der Eisen-Wert im Blut hat sich zwar etwas verbessert, aber optimal ist er immer noch nicht. 

Deshalb kommt dieses „Projekt“ gerade zum richtigen Zeitpunkt. Vielleicht ist es der Zucker, der mir täglich Energie raubt und mich bleiern durch den Tag schleppen lässt? 


Wie geht es mir nach 2 Wochen zuckerfreier Ernährung?
Ich muss ehrlicherweise anmerken, dass ich noch keinerlei Verbesserung merke. Ich bin nach wie vor sehr müde und „geschlaucht“. Doch möglicherweise braucht mein Körper einfach etwas länger, mit dieser Umstellung klarzukommen? Ich hoffe, sehr, dass sich energietechnisch noch einiges tun wird.
Ich werde es euch in einem weiteren Gastkommentar in ca. 2 Wochen wissen lassen. ;-)

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