Woche 4? Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Keinen Tag hätte ich mir ohne Zucker vorstellen können, und nun sind schon 4 Wochen vorüber - unglaublich!
Wie wars?
Easy, muss ich sagen. Die Heißhunger-Attacken sind wie weggeblasen und das Nein-sagen zu Kuchen und Co. fällt mir mittlerweile sehr leicht. Was mir auffällt: ich habe ziemlich Gusto auf Saures, wie zB Essiggurken, Käse oder Sauerkraut. Geht da gerade eine Umpolung meiner Geschmacksknospen vonstatten? Wie dem auch sei, mir ist es recht. So esse ich eben Sauerkraut, wenn mich das Nachmittagstief packt.
Ereignisreich?
Ja, meine letzte Woche war ereignisreich. Montag Abend hab ich mir beim Laufen einen Bänderriss zugezogen. Yepp, das war alles andere als lustig. Es folgten ein paar Tage Krankenstand, in denen ich unter normalen Umständen meine traurige Seele bzw. meine zerrissene Sehne mit Schokolade aufgemuntert hätte. Doch die derzeitigen Umstände sind die neuen normalen Umstände und so gabs als Trostpflaster Nüsse (Erdnüsse, meine große Liebe), Parmesan und Obst und Gemüse.
Das Resultat für einen Moment der Unachtsamkeit ist nun eine Schiene, die in den nächsten 6 Wochen mein treuester Begleiter sien wird. Weiters muss ich meinen Fuß schonen. Genau das, was ein energiegeladener Mensch gerne hört: leiser treten, langsamer sein, Ruhe einkehren lassen. Jaja, ich hab ja schon verstanden, Schicksal.
Diese zwei Tage Krankenstand haben mich ganz schön ins Grübeln gebracht. Was will ich vom Leben? Was ist meine Berufung? Wie kann ich meinen Teil zu einer nachhaltigen und friedlichen Gesellschaft beitragen? Alles Fragen, deren Antworten ich nicht aus dem Ärmel schütteln kann, doch die in der letzten Woche einfach so aufgepoppt sind. Musste erst mein Band reißen, damit ich mich mit den wirklich wichtigen Fragen des Lebens beschäftige?
Auch weltpolitisch hat sich einiges getan. Helmut Schmidt, eines meiner absoluten Idole, ist verstorben und dann waren Ende letzter Woche die verheerenden Attentate in Paris. Ich bin traurig über den Hass, der sich immer tiefer in unsere Gesellschaft gräbt und blicke mit Sorge unserer Zukunft entgegen. Es weht ein rauer Wind, doch ich befürchte, dass er noch rauer werden wird. Wo wird uns das hinführen?
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